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WICHTIG!!!  

 

Das Dokument wurde von mir (Martin Tintel) geschrieben und nicht von Universitätsprofessor Betz überprüft, deswegen kann es auch vorkommen, dass Fehler und falsche Antworten hier stehen. Es liegt auch im Ermessen von jenem selbst, ob er nach diesen Antworten lernt oder nicht! Ich gebe keine Gewähr auf die Richtigkeit der Antworten, also kann man nicht nach dem Test zu Universitätsprofessor Betz oder mir kommen und sich wegen den falschen Antworten beschweren! Ich habe diese Antworten mir so zusammen gesucht (aus Internet, Büchern, Skript, Antworten von letzten Jahren), und werde auch danach lernen, aber trotzdem heißt das eben nicht, dass die Antworten stimmen müssen!

Deswegen bitte ich auch, falls wer Fehler findet, Lösungen oder Ergänzungen hat, sie mir zukommen zu lassen (mtintel@gmx.at), damit ich den Fehler ausbessern kann und ich es dann als „neue“ Version ins Internet stellen kann, dass auch die anderen Studenten was davon haben und nicht die falschen Antworten lernen!

Da einige Fragen gestrichen wurden, habe ich diese aus der Datei entfernt, damit sie kompakter ist. Wer trotzdem die Fragen und die Antworten haben will, kann sie sich einfach hier anschauen. Für vertiefendes Wissen kann man sich diese Datei herunter laden, googeln oder im Buch "Die virtuelle Gesellschaft des 21. Jahrhundert" von Achim Bühl schmöckern, welches sehr gut und informativ ist!

Es gibt auch eine Doc und eine Pdf Version zum herunter landen, wobei in der neuen Version auch der Layoutfehler bei Tabellen behoben wurde!

 

1. Was bedeutet der Ausdruck „technische Verlaufsform“ („Universalmaschine“, „Hybridmedium“) im Zusammenhang mit dem Computer?

Technische Verlaufsform: Der Computer ist in die Gesellschaft integriert und beeinflusst diese. (z.B.: Informationsstand am Bahnhof -> kein Mensch als Kontakt)

Universalmaschine, Hybridmedium: Der Computer enthält viele andere, historisch ältere Medien, wie z.B. CD-Player. Er ist ein Gerät für viele verschiedene Anwendungen/Bereiche. Weiters wird der Mensch von dieser technischen Verlaufsform immer mehr abhängig. Als Beispiel kann man das Auto heranziehen, das immer technischer wird, viele Aufgaben hat, viel kann und schon sehr in unsere Gesellschaft integriert ist. An den Verkaufszahlen von Autos (und wenn man sich anschaut wieviel % des BIP (z.B. in Deutschland) die Ausgaben für Autos aus machen) erkennt man auch objektiv, wie wichtig und eingebunden das Auto schon in unsere Gesellschaft ist.

 

2. Besprechen Sie bitte die Begriffe „multifunktional“ und „multimedial“ im Zusammenhang mit dem Computer.

Multifunktional: Der Computer hat viele verschiedene Funktionen. Auch für z.B. Zahlungsverkehr geeignet.

Multimedial: Anwendung mehrerer Medien zugleich. (z.B.: Musik hören und E- Mailen zugleich) (Multimedia bedeutet das man mehrere, unterschiedliche Medien zwecks Verbreitung und Distribution von Informationen kombiniert. Weiters ist es interaktiv. Somit geht es im Kern um die Interaktion mit computerbasierten Anwendungen, in denen unterschiedlichen Medientypen integriert sind. Da Informationen nicht nur produziert und gespeichert werden, müssen Multimedia Systeme auch die Eigenschaft besitzen, kommunikationsfähig zu sein)

 

3. Was bedeuten die Begriffe „Medienkonkurrenz“ und „Medienkonvergenz“ im Zusammenhang mit dem Computer?

Medienkonkurrenz: Frage in der Gesellschaft: Welches ist das Leitmedium (Fernseher!)? Dadurch, dass der Computer mehrer Medien vereint (z.B. Fax, Telefon, Fernsehen, Radio), stellt er Konkurrenz dar, wodurch die anderen Medien an Attraktivität verlieren.

Medienkonvergenz: Zusammenschluss von Medien (z.B.: Telekommunikation mit Computer). Konvergenz bedeutet, dass diese Unterscheidungen immer mehr verwischt werden. Für manche bedeutet Konvergenz nur die Möglichkeit des Wettbewerbs der unterschiedlichen “Lieferwege” der Information. Die Bedeutung des Begriffs geht in Wirklichkeit viel tiefer und bedeutet einen fundamentalen Umbruch im Umgang mit Information per se.

Mit dem Internet-Boom werden positive Erwartungen verbunden. Einmal, dass neue Technik den Unternehmen ermöglicht, wirtschaftliche Erfolge zu erzielen und daraus resultierend die Hoffnung, dass damit auch Arbeitsplätze entstehen. Internet und Informationsgesellschaft gelten als Wachstumsmotoren in einem Meer der Marktsättigung. Man setze nur Internet, neue Medien und verwandte Technologien in herkömmlichen Bereichen - wie Handel, Handwerk, Medien und Medizin - ein, und auch dort bringt die Internet-Technologie dann diesen Bereichen neue Wachstumsimpulse. Wird Medienkonvergenz als Marktmonopolisierung begriffen, liefert die Wirtschaftswissenschaft gut erforschte Begründungen und Motive.

Das Internet bietet neuen Spielraum für Unternehmen aus fest gefügten Märkten. Die zur Entwicklung neuer Angebote erforderlichen Investitionen und die Unsicherheit des Marktes begünstigen kapitalstarke Unternehmen. Technik spielt insofern eine Rolle, als technische Entwicklungsunsicherheiten durch Marktmacht beherrschbar werden sollen. Mit dem Versuch die technische Entwicklung unter Kontrolle zu bekommen, muss das Interesse einhergehen, die Entwicklungsdynamik zu bremsen oder gezielt zur Gewinnung von Marktmacht einzusetzen. Monopole gefährden damit nicht nur den Markt, sondern ebenso die technische Entwicklung. Konvergenz stellt sich damit zwar als von der Technik getriebene Entwicklung dar. In welcher Form Technik konvergiert, entscheidet aber die Marktmacht der Unternehmen, die sich die Kontrolle über bestimmte technische Entwicklungen gesichert haben. Damit findet genau soviel Konvergenz statt, wie die Unternehmen es zulassen.

Ökonomie entscheidet letztlich darüber, welche Technik sich durchsetzt. Damit dient der ganze Innovationsschub vornehmlich der Neuaufteilung von Märkten. Medienkonvergenz ist daher kein technisches Problem, sondern eins von Wirtschaftsmacht, das wir nur als solches erkennen, wenn wir nicht nur die Technik als treibende Kraft sehen. Beispiele: bei Radio z.b. Webseite, Konzerte, SMS Dienst, …

 

4. Welche Unterschiede bestehen nach Achim Bühl zwischen der Industriegesellschaft und der „virtuellen Gesellschaft“ in der Sphäre der Produktion und Ökonomie?

Industrielle Gesellschaft:

Virtuelle Gesellschaft:

 

5. Welche Unterschiede bestehen nach Achim Bühl zwischen der Industriegesellschaft und einer „virtuellen Gesellschaft“ in Bezug auf die soziale Wahrnehmung/Nutzung/Konstruktion von Zeit und Raum?

Industriegesellschaft:

Virtuelle Gesellschaft:

6. Wie unterscheiden sich „Industriegesellschaft“ und „virtuelle Gesellschaft“ in Bezug auf technologische Risiken? Erläutern Sie in Stichworten, welche technologische Risiken Sie selbst gegenwärtig für besonders wichtig halten und liefern Sie eine kurze Begründung.

Industriegesellschaft:

Virtuelle Gesellschaft:

 

7. Welche Merkmale trägt nach Achim Bühl das neue Weltbild in einer „virtuellen Gesellschaft“? Diskutieren Sie die Thesen Bühls kritisch.

Glaube an industriellen Fortschritt (Industriegesellschaft)

Globalisierung, Lokalität, Weltbürger

Nation im Fordergrund (Industriegesellschaft)

Multikultur, Risikobewusstsein

Welt ist der Bezugspunkt individuellen Handelns (nein -> Nation, Rechtspopulationen)

Weltgesellschaft (nein -> weit entfernt)

Industriegesellschaftliche Trennung von Arbeitszeit und Freizeit stimmt bedingt (Produktionsstätten, durchgehende Arbeitszeit)

Massenmedien bleiben und werden nur ergänzt

Face – to – Face Kommunikation verdrängt Raum

Technologische Risiken = alten und neuen (Frage 6) Produktion

 

8. Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen massenmedialer Kommunikation und Kommunikation in einer Netzkultur?

Massenmediale Kommunikation:

Netzkultur :

 

9. Skizzieren Sie bitte eine technikdeterministische Haltung und im Gegensatz dazu eine gebrauchsorientierte Haltung in Bezug auf den Computer.

Technikdeterministische Haltung: pessimistische Haltung; Wir (unser Denken, Handeln, Kultur) werden durch Technik beeinflusst und bestimmt. Die Technik gibt Verhaltensweisen vor - hier ist der Mensch also nichtmehr Subjekt des Handelns. Technische Standards (bei Hard- uns Software) bilden Barrieren, die nur gewisse Verhaltensweisen zulassen. Mensch als "Diener" der Technik (z.B. des Computers).

Gebrauchsorientierte Haltung: Technik wird als Gebrauchsgegenstand ("Werkzeug") gesehen. Maschinen und Apparate sind vom Menschen gemacht und daher Werkzeuge, die wir im Griff haben. Der Mensch nutzt Technologien um sich die Welt weiter untertan zu machen. - diese Einstellung entspricht eher dem common-sense

 

10. Erläutern Sie bitte jeweils an einem Beispiel, wie die Gesellschaft a) soziale Handlungen und b) soziale Regeln an Maschinen delegiert.

a) Email schicken – alles was der PC an Tätigkeiten abnimmt

b) Admin, User, filternde Infos, Auto -> Gurt -> Piepen (gutes ethnisches Verhalten)  

 

11. Was bedeutet „Kontingenz“ im Technikgebrauch oder in der Technikentwicklung. Unterstützen Sie Ihre Erklärung mit einem anschaulichen Beispiel.

Zufälligkeit, Unvorhersehbarkeit im Technikgebrauch (z.b. Flasche wird mit Feuerzeug geöffnet) und NICHT "Sie könnten sich entschließen die Bombe nicht abzuwerfen, das Funkgerät wird zerschossen..."!!!

12. Zählen Sie bitte die Merkmale auf, die ein Large Technological System (LTS) nach Thomas P. Hughes aufweist. Welche dieser Merkmale treffen Ihrer Meinung nach auf das Internet zu, welche nicht?

 

13. a) Was ist gemeint, wenn bei technischen Artefakten von „normativen Systemen“ die Rede ist. b) Stellt der Computer ein „normatives System“ dar? Begründen Sie Ihre Antwort.

a) Im Umgang mit gewissen Normen -> Normen für soziales Anschlusshandelns

b) Ja. Bsp. Funktioniert nicht, wird Schlange gestanden, aber nicht unbedingt von Angestellten erwartet, dass er repariert. Oder: Auskunft kann nicht erteilt werden mit der „Ausrede“: „Der PC lässt mich das nicht“  

 

14. Bernward Joerges bezeichnet Technik als „entäußerlichte soziale Struktur“. Stellen Sie an Beispielen dar, auf welche Weise soziale Regeln/Normen und soziale Handlungen in den Computer (bzw. in ein Computernetzwerk) ausgelagert sein können.

Siehe 10 +, hat eigene Regeln und Umgangsformen, Download von Medien ist eigentlich „Diebstahl“ => illegal  

 

15. Was bedeutet der Ausdruck „Closure“ im Zusammenhang mit Technologie? Wodurch erreicht eine bestimmte Technologie diesen Zustand der „Schließung“?

Closure: Technologie stabilisiert und etabliert sich durch Akzeptanz sozialer Gruppen, Stabilität von Gruppenbeziehungen.  

 

16. Welche gesellschaftliche Funktion erfüllen elektronische Informationsarchitekturen, wenn man sie aus der Perspektive der Machttheorie Michel Foucaults interpretiert?

 

17. Welche gesellschaftliche Funktion erfüllen elektronische Informationsarchitekturen, wenn man sie aus der Perspektive der Theorie James R. Benigers interpretiert?

Steigerung gesellschaftlicher Komplexität -> Bedarf an Kontrolle  

 

18. Welche Faktoren führten nach James R. Beniger zu einer „Kontrollrevolution“ im 19. Jahrhundert?

 

19. Wie hat sich die Rolle von Frauen als Programmiererinnen bzw. als Nutzerinnen des Computers im Verlauf der Computergeschichte gewandelt. Skizzieren Sie die wichtigsten Stationen dieser Geschichte in Stichworten.

Ada Lovelace (40er) –> Hopper (Mother of COBOL - 50er) -> männlich geprägtes Umfeld (60er) -> mittlerweile leichte Kehrtwende, auch Frauen vermehrt -> User seit 90- iger vermehrt.  

 

20. Welche Rolle spielten und spielen militärische Interessen in der hard- und software- Entwicklung?

Da das Militär für die nationale Sicherheit zuständig ist, und es ein ständiges Wettrüsten zwischen den einzelnen Nationen gibt, muss auch das Militär am Hard und Softwaresektor viel forschen und entwickeln. Weiters müssen bestehende Systeme verbessert, schneller, stabiler gemacht werden. (z.b. das Raketen aus größerer Distanz abgeschossen werden können, genauer sind, zuverlässlicher sind …). Auch beim Militär gilt der Spruch "Wissen ist Macht ", und da sich Militärs und Länder ihre Macht sicher "müssen", müssen sie in das wissen investieren und forschen (lassen).

Eine Pressemitteilung vom 25. Jänner lässt erahnen, wie viel Geld hinter Krieg und dem Militär steht: "US-Präsident George W. Bush will zur Finanzierung der Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan zusätzlich 80 Milliarden Dollar beantragen. Insgesamt wären damit fast 300 Milliarden Dollar in die Kriegskasse geflossen. Für 2005 würden alleine 105 Milliarden zur Verfügung stehen. Die Kosten für den Irak-Krieg sind damit um ein Vielfaches höher, als ursprünglich angenommen."

Zum vergleich: "Für die Flutkatastrophe in Südostasien sollen bis zu 650 Millionen Dollar von der US-Regierung genehmigt werden".... wobei fraglich ist wie genau diese 650 Millionen, wenn überhaupt, "erstattet" werden!

Beispiele für die Entwicklung von Hard und Software des Militärs

 

21. Nennen Sie die wichtigsten Merkmale der Computer der ersten (zweiten, dritten, vierten) Generation.

Erste Generation:

Zweite Generation:

Dritte Generation:

Vierte Generation:

 

22. Welche Faktoren könnten dafür verantwortlich sein, dass sich nach dem 2. Weltkrieg die von-Neumann-Architektur durchgesetzt hat?

 

23. Welche Zusammenhänge bestehen zwischen formaler Rationalisierung, dem modernen Formalismus in der Mathematik und der Turingmaschine?

Formale Rationalisierung

Moderner Formalismus

Turing Maschine

Formalisieren von Arbeitsabläufen

Mathematik als Kalkül

Algorithmen in Maschinenoperationen

Zergliederung der Arbeitsabläufe

Ableitungen sind Sequenzen elementarer Arbeitsschritte (Einzelschritte)

Divide and conquer, Zerlegung komplexer Prozesse in elementare Grundoperationen

Abstraktionen: Standardisierung von Informationen

Bedeutungsfreie Objektive auf Papier

Objekte sind bedeutungsfreie Markierungen auf dem Band

Entindividualisierung

Mechanische Anwendung von Regeln

Symboloperationen ausgeführt

Regelwerk

Axiomensystem

/

 

24. Über die Erfindung der Turingmaschine wurde geschrieben: „Der Computer ist das Fließband im Kopf.“ Was ist damit gemeint?

Menschliches Handeln auf das Befolgen formaler Regeln reduziert. Was tut ein Mensch, der einer Vorschrift folgt? Er geht mechanisch vor, Schritt für Schritt, wie eine Maschine...

 

25. Nennen Sie grundlegende Vorstellungen aus der Ethik der WWW-Pioniere (Berners- Lee, Cailliau). Geben Sie ein kurzes Urteil ab, inwieweit dieser Ethik noch heute Rechnung getragen wird.

 

26. Welche technischen und sozialen Folgen haben multifunktionale Mikroprozessoren als Hardware ab den frühen 1970er Jahren?

Einbau in Haushaltsgeräte, Auto, breite Masse profitiert, nutzt.  

 

27. Warum wird der Begriff „Wissenskommunismus“ (Robert K. Merton) im Zusammenhang mit Open Source häufig zitiert?

Wissenskommunismus ist ein 1973 vom Soziologen Robert K. Merton geprägter Begriff, der darauf hinweist, dass Forschungsergebnisse veröffentlicht werden müssen, um sie in einem Peer-Review-Prozess überprüfen, replizieren, kritisieren und fortschreiben zu können. Wissenschaftliche Forschungsergebnisse gehören demnach ihrem Wesen nach zum Gemeineigentum. Der für die Freie Software und Open Content wesentliche Punkt ist die »Abkopplung der Ideenwirtschaft von der normalen Güterwirtschaft«. Mit seiner Veröffentlichung wird das Wissen zum Gemeingut der Forschungsgemeinschaft. Es kann von Kollegen frei nachvollzogen, überprüft und weiterentwickelt werden und in der Lehre frei der Reproduktion der Wissensträger in der nächsten Generation dienen. Durch diese fruchtbaren Bedingungen im "Sondermilieu" der Wissenschaften können die parallelen, kollektiven Bemühungen Ergebnisse hervorbringen, die kein Einzelner und kein einzelnes Team produzieren könnten. Der/ Die einzelne Wissenschaftler/in erhält im Wissenskommunismus als Anerkennung für die von ihm/ ihr erarbeiteten Erkenntnisse keine Geldzahlungen – um von dieser Notwendigkeit freigestellt zu sein, alimentiert er/ sie der Staat –, sondern ein symbolisches Entgelt in Form von fachlicher Reputation, wie sie sich z. B. an der Zahl der Einträge im Citation Index ablesen lässt. Statt eines Monopolverwertungsrechts, wie es das Patentsystem für Erfindungen von industriellem Wert gewährt, steht hier das Recht auf Namensnennung im Vordergrund.  

 

28. Erklären Sie bitte den Unterschied zwischen „Free Software“ und „Open Source“. Was sind die ökonomischen Besonderheiten von „Free Software“?

Die Antworten und deren Richtigkeit sind fraglich! Meiner Meinung nach sind sie richtig, habe auch eine 1 auf den Test bekommen (mit den Antworten), aber einige Studenten meinen, dass die Antworten so nicht ganz ricthig sind! Wer wirklich 100% richtige Antworten zu der Fragen hat, bitte an mich schicken damit ich die "richtigen" Antworten hier herschreiben kann!

OSS (Open Source Software) steht unter der „(GNU) General Public License" (GPL). Diese besagt lediglich, dass der Quell- oder Sourcecode eines Programms offen gelegt sein muss. Jeder darf den Code nach Belieben verändern, muss jedoch wiederum die Änderungen offen legen. Das ist im Grunde der Kern der GPL und ergo von OSS. Der Urheber behält jeweils seine Rechte und stellt sie unter eben diese Lizenz (oder eine ähnliche). Finanzielle Belange regelt die GPL nicht, weshalb OSS auch verkauft werden kann. (OSS ist nicht gleich kostenlos). Nur der Code muss offen liegen, der Rest der GPL besteht mehr oder weniger aus juristischen Spitzfindigkeiten gegen eben solche.

FS (Free Software) wird durch das „Free Software Manifesto“ verständlich, das besagt, dass Software generell Allgemeingut ist. Jeder kann damit tun und lassen was er will – außer verkaufen. Der Urheber gibt also sein Copyright in dem Sinne auf und „schenkt“ sein Programm der Allgemeinheit. FS ist also frei verfügbar und generell kostenlos.

Verfasser der GPL wie auch des Free Software Manifesto ist übrigens Richard P. Stallman, der 1984 sein Betriebssystem GNU entwickelte (GNU = GNU is Not Unix) und die Free Software Foundation (FSF), Boston, MA gründete.

Der Unterschied liegt also darin, dass man Open Source, da sie unter GPL läuft, auch kommerziell verbreiten und verkaufen kann und das die Rechte selbst nicht weiter gegeben werden, sondern nur das Programm und der Quellcode. Free Software kann man also wirklich nur kostenlos weiter geben und als Autor eines Programms gibt man auch seine Rechte und Ideen her. Free Software ist also komplett frei und man gibt alles kostenlos weiter, während man bei Open Source es auch kommerziell verkaufen kann.  

 

29. Welche historischen Vorläufer des elektronischen Hypertextes können Sie nennen?

 

30. Warum könnte man die Piktogramme Otto Neuraths als Vorläufer der Icons auf den User Interfaces heutiger Computer bezeichnen?

 

31. Welche sozialen und politischen Folgen hatte die Hypertext-Revolution der 1990er Jahre?

Doppelträger von Standardisierung und Individualisierung. Dispositiv: Machtstrategische Verknüpfung von Diskursen, Praktiken, Wissen, Macht, WWW  

 

32. Was bedeutet die These von Pierre Levy, Hypertext verwirkliche „Universalität ohne Totalität“?

 

33. Was ist eine „virtuelle Gemeinschaft“ (Merkmale, Gründe für das Entstehen virtueller Gemeinschaften)?

Gemeinsame Interessen, Kenntnisse, Projekte, Kooperation – Austausch, unabhängig von geographischer Nähe und institutionellen Gemeinsamkeiten.

(Community of Practice: Leute aus "gleichem" Berufszweig (z.B. Ingenieure) treffen sich (privat) und machen dann zusammen ein Projekt, tauschen Wissen aus und sind "innovativ"=> Einige Firmen versuchten, künstlich solche Gruppen zu machen, z.B. VW mit Designern um neue, innovative Designs zu machen, aber ohne (kaum) Erfolg)

 

34. Was ist „Öffentlichkeit“, und auf welche Weise wird sie durch technische Medien geprägt?

Öffentlichkeit: Organisationsform gesellschaftlicher Erfahrung. Konkurrierende Interessen und Unterschlagung bestimmter Erfahrung die etwaigen Interessen widerspiegelt. Medium erzeugen Formen Wissen, Meinung, Urteile, Haltungen, Kommunikation,...

 

35. Wägen Sie die möglichen Vor- und Nachteile des Internet für das Prinzip der „politischen Öffentlichkeit“ ab.

Nachteile

Vorteile

Fragmentierung -> Desinteresse

Schwierige Manipulation

Durch Fragmentierung verliert man eine breite Mehrheit -> Regierung schwierig

Diversifikation der Info

Internet nicht für alle Zugänglich

Mehr Möglichkeiten für breite Bevölkerung sich zu äußern / beteiligen

(Strukturwandel?)
Auflösung zentralisierter – massenmedial geprägter Öffentlichkeit

 

36. Welche kritischen Argumente gegen das Internet als Medium der Öffentlichkeit kennen Sie? Welche davon erscheinen Ihnen nicht plausibel? Begründen Sie Ihre Haltung.

 

37. Nennen Sie bitte zwei „elektronische Bürgerinitiativen“ und erklären Sie in Stichworten, warum Sie deren Kommunikationsweise positiv (oder negativ) bewerten.

www.noglobal.org - Mailingliste funktioniert nicht und das Forum mit Spyware behaftet ist.

Blue Nibbon campaign der EFF (Electronic Frontier Foundation) gegen Einschränkung der Rede und Pressefreiheit im Netz – positiv, gute Seite, viel Info und Newsletter + Archiv.  

Chinesische Dissidenten

Belgrader Studenten 1996

Streik auf deutschen Unis 1997

Proteste gegen Schwarz- Blau

Globalisierungsgegner

 

38. Zählen Sie bitte die vier P- Trends des E- government auf und beschreiben Sie jeweils in Stichworten, was damit gemeint ist.

PROSUMERISM BürgerInnen als Ko-ProduzentInnen staatlicher Leistungen – Eine Wortmischung aus Produzent und Konsument. Wenn jemand eine Information (oder ein Formular oder etwas ähnliches) vom Staat möchte, muss er sie im Netz suchen eventuell auch einige Daten eingeben, also eine Arbeit leisten; daher wird er Koproduzent der Leistung und macht selbst Arbeit, die vorher ein anderer Mensch gemacht hätte. Der Staat wälzt Leistung auf den Bürger ab.

POLICY NETWORKS Auslagern staatlicher Leistungen und niederschwelliger Entscheidungen (NGOisierung) – Der Staat versucht, sich zurückzuziehen und wirkt wie ein Privatunternehmen. Er lagert Leistungen (z.B. im Sozialbereich, Umwelt) an nicht staatliche Stellen aus z.B. Asylbetreuung an Firmen, Forschungsprojekte an Instituten. Durch diese Auslagerung wird es für den Staat billiger. Viele Verwaltungsaufgaben werden von NGO oder NPOs durchgeführt (NGO...Non Governmental Organisation; NPA...Non Profit Organisation).

PROCUREMENT Rationalisierung des staatlichen Beschaffungswesens – Mit Hilfe von IKT können Beschaffungen (Ausschreibungen, Preisvergleiche) leichter abgewickelt werden (Rationalisierung des staatlichen Beschaffungswesens). Das bringt auch größere Transparenz und Geschwindigkeit mit sich.

PUBLIC MEMORY Umfassende Information, Transparenz, Entscheidungshilfen – hängt mit Policy Networks zusammen. Vergleich Hypertext: kollektive Intelligenz. Politisches Gemeinwesen. Internetplattformen = Form des öffentlichen Gedächtnisses, wo auch Bürger Wissen reinstellen können, von denen alle profitieren können. z.B. www.help.gv.at - Liste von 45 Lebenssituationen, in denen man sich befinden kann. Kurzum: Einsatz und zur Verfügung stellen von kollektivem Wissen. Behördenweg wird hier dann erklärt.


39. Welche Vorteile können sich für die öffentliche Verwaltung durch E-government ergeben?

40. Welche Vorteile können sich für die Bürgerinnen und Bürger durch E-government ergeben?


41. Welche potentiellen Gefahren und Risiken birgt E-government?

 

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